Islamische Riten · Köln

Islamische Totenwaschung Köln – Ghusl & Kafan

Totenwaschung Köln / Ghusl Köln: Al Rawda organisiert die rituelle Waschung Verstorbener, das Einhüllen in den Kafan und die weitere islamische Versorgung in einem würdevollen, geschützten Rahmen.

Würdevolle rituelle Versorgung Verstorbener nach islamischen Grundsätzen. Al Rawda organisiert die islamische Totenwaschung (Ghusl al-Mayyit) und Kafan in Köln im Rahmen einer muslimischen Bestattung.

Islamische Totenwaschung und Kafan
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Die rituelle Totenwaschung (Ghusl)

Die Totenwaschung gehört zu den zentralen Riten einer islamischen Bestattung. Sie erfolgt mit Würde, Diskretion und Respekt gegenüber dem Verstorbenen.

Erfahrung und Verlässlichkeit

Die Waschung sollte durch geeignete, erfahrene und vertrauenswürdige Personen durchgeführt werden. Dabei werden die Intimsphäre des Verstorbenen geschützt und die islamischen Regeln zur rituellen Versorgung beachtet.

Fachgerechte Versorgung in besonderen Situationen

Auch nach Obduktionen oder bei besonderen körperlichen Veränderungen sind wir auf anspruchsvollere Versorgungssituationen vorbereitet. Würde, fachgerechter Umgang und die Vorbereitung auf die islamische Totenwaschung stehen dabei im Mittelpunkt.

Angehörige bei der Totenwaschung: Angehörige, die anwesend sein oder – soweit möglich – mitwirken möchten, werden behutsam vorbereitet und fachlich begleitet.

Ghusl und Kafan

Nach der Waschung wird der Verstorbene in den Kafan, das islamische Leichentuch, gehüllt. Al Rawda organisiert und begleitet diese Versorgung professionell in den dafür vorgesehenen Räumlichkeiten.

Frauen und Männer

Bei der Durchführung wird auf eine angemessene geschlechtsspezifische Versorgung und die jeweiligen religiösen Vorgaben geachtet.

Diese Seite vermittelt einen verständlichen Überblick. Für konkrete religiöse Detailfragen kann ergänzend eine entsprechend qualifizierte religiöse Vertrauensperson hinzugezogen werden.

Zusatzinformation: Wie werden die Toten gewaschen?

Die Totenwaschung ist Fard al-Kifaya

Das Waschen der Toten und die Verrichtung des Totengebets sind Fard al-Kifaya. Das bedeutet: Wird diese Pflicht von einem Teil der muslimischen Gemeinschaft erfüllt, sind die übrigen von dieser Verpflichtung befreit.

Die Totenwaschung sollte von Personen durchgeführt werden, die erfahren, zuverlässig und rechtschaffen sind und die Würde sowie die Intimsphäre des Verstorbenen schützen.

Grundsätzlicher Ablauf der Totenwaschung

  1. Der Verstorbene wird respektvoll vorbereitet und der Intimbereich bleibt bedeckt. Der Intimbereich wird mit einem Tuch gereinigt.
  2. Der Körper kann vorsichtig etwas aufgerichtet werden, damit mögliche Ausscheidungen entfernt werden können. Anschließend wird der Intimbereich erneut gereinigt.
  3. Danach folgt die Waschung entsprechend der Wudu: Mund und Nase werden vorsichtig gereinigt, anschließend Gesicht, Arme, Kopf, Ohren und Füße.
  4. Danach wird der gesamte Körper gewaschen, beginnend mit der rechten und anschließend mit der linken Seite.
  5. Wenn verfügbar, kann Sidr (Lotosbaumblätter) dem Wasser beigefügt werden. Für die letzte Waschung wird nach der überlieferten Sunnah Kampfer bzw. etwas davon verwendet, sofern verfügbar und geeignet.
  6. Die Waschung wird in der Regel drei Mal vorgenommen. Falls zur Reinigung erforderlich, kann sie fünf oder sieben Mal bzw. entsprechend dem Bedarf wiederholt werden.

Über die Waschung von Zaynab (radiAllahu anha), der Tochter des Propheten ﷺ, wird überliefert, dass er anwies, sie drei-, fünf- oder bei Bedarf öfter mit Wasser und Sidr zu waschen und bei der letzten Waschung Kampfer oder etwas davon zu verwenden.

Sahih al-Bukhari

Wer darf die Totenwaschung durchführen?

Grundsätzlich werden Männer von Männern und Frauen von Frauen gewaschen. Ehepartner dürfen einander waschen. Für kleine Kinder gelten je nach Alter besondere Regelungen. Bei konkreten religiösen Detailfragen sollte eine vertrauenswürdige und fachkundige islamische Person hinzugezogen werden.

Wie viele Personen werden für die Waschung benötigt?

Eine Person kann die Totenwaschung durchführen; eine weitere Person kann dabei assistieren. Entscheidend sind Erfahrung, Zuverlässigkeit, Diskretion und ein würdevoller Umgang mit dem Verstorbenen.

Religiöse Quelle / weiterführende Information

Nach einer Fatwa des Ständigen Komitees für wissenschaftliche Forschung und Rechtsfragen sowie einer Antwort von Scheich ʿAbd al-ʿAziz ibn Baz (rahimahullah).

Quelle auf islamfatwa.net öffnen →

Kafan – das islamische Leichentuch

In wie viele Tücher werden Männer und Frauen gehüllt?

Nach der überlieferten Sunnah ist es für einen Mann vorzugswürdig, in drei weiße Tücher gehüllt zu werden. Wird ein Mann in nur ein Tuch gehüllt, das den gesamten Körper bedeckt, ist dies ausreichend. Ebenso ist es grundsätzlich zulässig, ihn in Qamis, Izar und ein Außentuch zu hüllen.

Für eine Frau werden nach der genannten Gelehrtenmeinung vorzugsweise fünf Teile verwendet: Izar, Qamis, Khimar sowie zwei Außentücher. Werden weniger Tücher verwendet und der Körper ist vollständig bedeckt, ist dies ebenfalls zulässig.

Schlicht, bedeckend und würdevoll

Entscheidend ist, dass der Körper vollständig und würdevoll bedeckt wird. Für Männer wird in der genannten Fatwa die Einhüllung in drei Tücher ohne Qamis oder Turban als vorzugswürdig beschrieben. Für Frauen werden fünf Teile genannt. Die Angelegenheit ist zugleich insofern flexibel, als eine vollständige Bedeckung mit weniger Tüchern ebenfalls zulässig ist.

Wie viele Knoten werden am Kafan gebunden?

Es gibt keine fest vorgeschriebene Anzahl an Knoten. Nach der angeführten Antwort reichen beispielsweise drei Knoten – am Kopfende, in der Mitte und am Fußende. Auch zwei Knoten können ausreichen. Wichtig ist, dass das Leichentuch sicher sitzt und sich nicht wieder öffnet.

Religiöse Quelle / weiterführende Information

Nach Antworten von Scheich ʿAbd al-ʿAziz ibn Baz (rahimahullah), Buch über Beerdigungen – Leichentuch / Knoten des Leichentuches.

Quelle auf islamfatwa.net öffnen →
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